Asien leidet besonders unter der Energiekrise
Shownotes
Als Netto-Energieimporteure sind die boomenden Volkswirtschaften Asiens stark von der aktuellen Energiekrise betroffen. Hinzu kommt, dass sie in hohem Maße von den Öl- und Gas-Lieferungen aus der Golfregion abhängig sind: Mehr als drei Viertel der Energieexporte der Golfstaaten sind für den asiatischen Markt bestimmt. Durch die wochenlange Sperrung der Straße von Hormus sind die asiatischen Volkswirtschaften auch dem Risiko physischer Knappheiten mit entsprechenden Versorgungsproblemen ausgesetzt. Nicht alle Länder sind aber im gleichen Maße von Energielieferungen aus der Golfregion abhängig. Monika Boven, Volkswirtin bei der DZ BANK, erläutert in diesem Podcast, welche Länder besonders betroffen sind und welche Auswirkungen die Energiepreissteigerungen auf einzelne Länder haben.
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00:00:04:
00:00:16: Als Netto-Energie-Importeur sind die boomenden Volkswirtschaften Asiens stark von der aktuellen Energieprise betroffen.
00:00:25: Hinzu kommt, dass sie in einem hohen Maße von den Öl und Gaslieferungen aus der Golfregion abhängig.
00:00:33: Mehr als drei Viertel der Energieexporte der Golfstaaten sind für den asiatischen Markt bestimmt.
00:00:40: Durch die wochenlange Sperrung der Straße von Hormuz, sind die asiatische Volkswirtschaften damit sogar einem Risiko der Knappheit von Öl und Gas ausgesetzt – das heißt es könnte entsprechende Versorgungsprobleme in diesen Volkswirtschaft geben.
00:00:58: Allerdings sind nicht alle Länder im gleichen Umfang von den Energielieferungen Betroffen.
00:01:05: Monika Boven, Volkswirtin in der DZ Bank erläutert welche Länder besonders stark in dem asiatischen Raum betroffen sind.
00:01:17: Mein Name ist Jörg Homay und ich bin Kavart-Bond-Analyst.
00:01:21: Hallo Monika
00:01:22: Ja hallo Jörgg danke für die Einladung.
00:01:24: Ja freu mich dass du da bist.
00:01:26: Du hast eine Studie geschrieben worum in der du dich damit auseinander gesetzt hast wie die Energiepreisentwicklung die Asiatischen Volkswirtschaften beeinflusst.
00:01:37: Warum sind die Effekte dort so groß?
00:01:40: Was hast du daraus gefunden in deiner
00:01:41: Studie?".
00:01:42: Ja, das hängt auch mit der Sperrung der Straße von Hormuz zusammen also jener Mehrengel, die wir mittlerweile alle kennen am Ausgang vom persischen Golf.
00:01:55: Wir stellen alle fest es ist ein neuralgischer Punkt der Weltwirtschaft.
00:02:00: Vielleicht da zur Erinnerung, vor dem Krieg sind etwa zwanzig Prozent der globalen Öl- und Gasttransporte durch diese Mehränge transportiert worden.
00:02:11: Die fehlen jetzt auf den Weltmarkt?
00:02:13: Das ist der Grund für die hohen Preise unter denen die ganze Welt leidet also... Nicht nur Asien, sondern alle Länder der Welt.
00:02:23: Soweit so bekannt...
00:02:25: Hier hat er schon mal getankt.
00:02:28: Genau!
00:02:29: Aber warum ist Asien besonders betroffen?
00:02:31: Dazu müssen wir auf die Handelströme der Golfstaaten schauen.
00:02:37: Und da sieht man also die Exporte, die Energieexporte der Golfstaaten gehen zum allergrößten Teil oder gingen vor Ausbruch des Krieges.
00:02:45: Zum allergrössten Teil in die asiatischen Länder.
00:02:47: das sind Mehr als drei Viertel, also an die Achtzig Prozent werden in die asiatischen Staaten exportiert.
00:02:56: Und das bedeutet für Asien, dass sie nicht nur mit dem Problem der hohen Preise sich auseinandersetzen müssen sondern auch dem Risiko tatsächlicher physischer Knappheiten ausgesetzt sind.
00:03:08: und dieses Risiko steigt je länger der Krieg andauert bzw im Moment haben wir ja eine Waffenruhe, je länger die Straße von Hormuz gesperrt
00:03:16: bleibt.
00:03:18: Und man hört in den Nachrichten ja immer wieder, dass China so besonders stark als große Volkswirtschaft vielleicht auch besonders stark von der ganzen Situation am Golf betroffen ist.
00:03:30: Ist das auch deiner Einschätzung oder welche Länder in Asien sind besonders stark betroffen?
00:03:34: Ja, vielleicht erst mal der Blick auf China.
00:03:37: Stimmt natürlich!
00:03:38: China ist der größte Abnehmer von den Lieferungen aus der Golfregion – das liegt aber natürlich einfach an der Größe des Landes.
00:03:47: Wir reden über die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, wenn man auf die Handelströme der Golfstaaten schaut ist es immer der größte Anteil, der nach China geht.
00:03:57: und wenn man aber die Perspektive dreht und schaut wie sind die einzelnen Länder aufgestellt?
00:04:04: Da ist China gar nicht so stark betroffen.
00:04:06: da sind es die mittleren mittelgroßen Länder, die da deutlich höhere Anteile aus der Golfregion beziehen während China seine Energie-Importe doch relativ gut diversifiziert hat.
00:04:21: Das mögen zum Teil fragwürdige Maßnahmen sein, zum Beispiel bezieht China immer noch sehr viel Öl und Gas aus Russland.
00:04:34: Teilweise auch über Pipelines.
00:04:35: dadurch ist die Versorgungssicherheit natürlich auch nochmal besser gewährleistet.
00:04:41: China hat auch aus dem Iran immer sehr viel öl bezogen.
00:04:46: also wir haben dann natürlich nicht offizielle Daten zu weil die Ausfuhren des Irans standen ja unter Saktion.
00:04:54: Aber man geht davon aus, dass etwa neunzig Prozent des iranischen Öls auch nach China gingen.
00:04:58: Und in den ersten Wochen der Blockade der Straße von Hormuz sind ja die iranische Schiffe auch noch durchgelassen worden, die zum größten Teil in Richtung China ginge.
00:05:08: Auch da war China ein Stück weit besser gestellt und dann erhält China auch LNG also Flüssigas zu großen Teilen aus Australien das zum einen.
00:05:19: Also die Importströme sehr gut diversifiziert.
00:05:23: Fast noch ein wichtiger Aspekt ist dabei, dass China auch seine Selbstversorgung sehr gut sichergestellt hat.
00:05:30: Auf Öl und Gas ist das Land gar nicht so stark angewiesen wie jetzt vielleicht andere Länder.
00:05:35: Wir haben etwa einen Drittel des Energieverbrauchs sind Öl- und Gas.
00:05:40: mehr als die Hälfte ist Kohle.
00:05:42: Das ist unter ökologischen Gesichtspunkten sicherlich nicht gut.
00:05:47: Aber die Kohle, die China verbraucht stammt zu ... fast neunzig Prozent als eigenem Abbau.
00:05:54: Das heißt, da ist das Land relativ autark und was China auch gemacht hat den Ausbau der erneuerbaren Energien vorangetrieben.
00:06:03: Da isst China nicht so weit wie wir es hier in Europa sind.
00:06:06: aber wenn wir nur alleine denken was die Elektromobilität angeht im letzten Jahr war jedes zweite Auto was neu zugelassen wurde.
00:06:19: Was in China neu zugelassen wurde, war ein Elektroauto.
00:06:22: Das heißt also auch für die Bevölkerung diese hohe Belastung über die Benzinpreise kann dadurch in Grenzen gehalten werden.
00:06:29: Okay das war jetzt ein ausführlicher Blick auf China aber welche anderen Länder hast du dir noch angeguckt?
00:06:35: Welche anderen asiatischen Volkswirtschaften sind denn noch von den Energiepreis Kapriolen betroffen?
00:06:44: Also erst mal einen Überblick.
00:06:45: Ich habe vor allen Dingen auf die großen Asiant-Staaten geschaut, Japan und Indien sehr wichtig aber auch Korea Taiwan und Pakistan sind auch in die Betrachtung eingeflossen.
00:06:55: Vielleicht kann man erstmal sagen was alle Länder eint oder fast alle Länder zumindest ist dass sie ein sehr großen Energiehunger haben Und diesen Bedarf auch über Importe decken müssen.
00:07:07: das heißt Sie sind netto energieimporteure und das zum Teil einem großen Ausmaß.
00:07:13: Gerade mittelgroße Länder haben dort ein Defizit in Höhe von sechs bis sieben Prozent der Wirtschaftsleistung, das ist schon eine ganze Menge.
00:07:23: Ausnahmen sind hier vor allen Dingen Malaysia und Indonesien die selber größere Rohstoffvorkommen haben und die auch exportieren.
00:07:31: da ist die Energiehandelsbilanz so mehr oder weniger ausgeglichen Und dann haben wir in den einzelnen Ländern an ganz unterschiedlichen Stellen Schwachpunkte, also Beispiele.
00:07:43: In Japan zum Beispiel bezieht etwa neunzig Prozent seiner Öl-Importe aus der Golfregion – da eine große Schwachstelle.
00:07:53: bei Pakistan deswegen haben wir Pakistan auch mit in die Betrachtung einbezogen ist Eine ähnliche Situation bei Gas, bei LNG.
00:08:01: Importen die aus Katar kommen also auch aus der Golfregion, auch etwa neunzig Prozent.
00:08:07: Dann haben wir noch einen anderen Schwachpunkt mit Blick auf die Elektrizitätserzeugung zu sehen und zwar gibt es einige Länder, also namentlich vor allen Dingen Singapur, Thailand und Taiwan die Strom vor allen Dingen mit Gas erzeugen, bei Singapur sind das sogar mehr als neunzig Prozent.
00:08:30: Das heißt wenn es da tatsächlich zu Knappheiten kommen sollte, was die Gasversorgung angeht dann gibt es auch Probleme mit der Eleksozitätsversorgungen und dass es gerade in diesen Ländern mit sehr hohem Industrieanteil ein Problem vor allem weil sie ja auch sehr wichtige Komponenten produzieren Halbleiter da zu Produktionsausfällen käme.
00:08:55: Dann würden wir das rund um den Globus spüren, also auch hier in Europa im Form von
00:09:01: Lieferkettenproblemen.".
00:09:23: Nach Asien nehme ich mal an, also die Pipeline wird ja jetzt nicht durch den Pazifik gebaut.
00:09:27: Wahrscheinlich
00:09:28: nicht!
00:09:28: Weil so einfach ist das alles nicht mit dem Gasttransport.
00:09:32: und genau was mir jetzt noch gerade durch den Kopf gegangen ist... Die Anpassungsprozesse werden wenn es tatsächlich um eine physische Umleitung der der Gasströme oder das wird dann einfach Da waren wir so eine Pipeline oder bis
00:09:45: die Schiffe,
00:09:46: die verflüssigte Gasttransporte dann auch tatsächlich in die Zielregionen umgeleitet
00:09:51: werden können.
00:09:52: Richtig!
00:09:52: Also es ist schon so dass sich die Länder... schon angesichts dieser Abhängigkeit, also dessen sind sie sich bewusst und also zumindest einige Länder die sich das auch leisten können dann entsprechend auch vorgesorgt haben.
00:10:07: Also wir haben schon in einigen Ländern relativ große Rohstoff vorkommen.
00:10:12: da gibt es zwar nicht so richtig offizielle Daten zu sondern mehr so Verlautbarungen Aussagen von Regierungen.
00:10:17: aber zum Beispiel in Japan und Korea heißt es gibt es Ölreserven womit die Länder etwa zweihundert Tage mit durchschnittlichem Verbrauch überbrücken können.
00:10:27: Das ist
00:10:28: viel, oder?
00:10:28: Also das klingt
00:10:29: schon fast so... Das ist schon eine ganze Menge!
00:10:30: Damit kann man viel abfedern haben Japan und Korea auch genutzt.
00:10:37: Vielleicht kommen wir da gleich noch mal drauf, aber um zum Beispiel Benzinpreise zu deckeln.
00:10:44: Das kann man nur machen, wenn man hohe Vorräte hat.
00:10:46: Ansonsten muss man sehen, dass die Nachfrage irgendwie gedrosselt bekommt, damit man nicht irgendwann tatsächlich in eine Mangellage läuft.
00:10:56: Von China weiß man auch, dass hohe Öreserven zumindest vorhanden sind.
00:11:03: Von der Menge her sind das wahrscheinlich auch die größten der Welt.
00:11:07: China kommt damit, so gehen Schätzungen davon aus, etwa hundert Tage kann das Land überbrücken ist eine ganze Menge.
00:11:15: Über die Gasvorkommen also so richtig belastbare Aussagen gibt es da nicht.
00:11:20: Und was heißt das konkret für die Konjunkturaussichten?
00:11:24: Weil's Volkswirtin guckt natürlich ... auch auf die Rohstoffmärkte natürlich.
00:11:28: Aber letztlich geht es ja auch darum, was macht das mit der Inflation?
00:11:32: Was macht das in der Region mit dem Wirtschaftswachstum sozusagen?
00:11:37: Genau vielleicht muss ich da erst mal ein kleines bisschen ausholen.
00:11:40: also was relativ wichtig ist für unsere Konjunktureinschätzung jetzt gerade in dieser aktuellen Situation war wie gehen die Länder mit der Situation um?
00:11:52: Wir sehen eigentlich rund um den Globus, dass Regierungen versuchen irgendwie einmal den Preisschock abzufedern für die Verbraucher.
00:12:01: Dass eben wie hier auch in Deutschland Steuern gesenkt werden unser Tankrabatt, das Preisdeckel eingezogen werden wie in Japan und Korea was ich eben erwähnt habe aber zum Energiesparen aufgerufen wird oder das Maßnahmen ergriffen werden, dass tatsächlich auch Energie gespart werden muss.
00:12:19: Zum Beispiel gerade in den asiatischen Ländern wurden vier Tagewochen eingeführt, also zumindest für staatliche Bedienstete.
00:12:28: Dort ist es ja auch meistens relativ warm.
00:12:31: Klimaanlagen sind im Betrieb ... Da wurde jetzt verfügt, dass sie nicht so stark runtergedrosselt werden können.
00:12:36: Erinnert ein bisschen an die Lage nach Beginn des Ukrainekriegs, wo auch hier für staatlichen Stellen die Heizung gedrosselt wurde.
00:12:47: Teilweise wird aber auch Benzin rationiert.
00:12:50: Wir hören jetzt überall das Flügel gestrichen werden, um Chorrosin einzusparen.
00:12:55: Das sind alles Maßnahmen, mit der Situation umzugehen, die aber auf die Konjunktur wirken.
00:13:02: natürlich und es gibt einen sehr guten Tracker, welche Maßnahmen im Einsatz sind.
00:13:09: Die meisten Maßnahmen finden wir in den asiatischen Ländern insbesondere Energiesparmaßnahmen.
00:13:14: Und das hat natürlich auch dann Auswirkungen auf unsere Konjunkturprognose.
00:13:20: und vielleicht um die Prognose für die Asiaten ein bisschen einzuordnen, Wir haben natürlich für alle Länder der Welt unsere Prognosen jetzt angesichts der Entwicklungen angepasst.
00:13:31: Wir haben die Wachsungsprognosen gesenkt, die Inflationsprognosing angeroben.
00:13:37: Das Ganze vor dem Hintergrund, ein bestimmter Annahmen wie es in den kommenden Monaten weitergeht.
00:13:42: Ein Szenarios wo wir davon ausgeben dass die Spannungen die wir im Moment in der Golfregion haben anhalten werden.
00:13:53: Der Ölpreis auch auf einem erhöhten Niveau bleibt, aber sukzessive über die kommenden Monate etwas nachgeben wird und dass auch die Straße von Hormuz wieder etwas durchlässiger wird.
00:14:04: Das sind so die Annahmen und vor diesem Hintergrund haben wir das Weltwachstum nur um das vergleichen zu können, um Einige der asiatischen Länder sind wir deutlich stärker nach unten gegangen, nur um da den Vergleich zu haben.
00:14:23: Also namentlich vor allen Dingen die Philippinen, Vietnam und Thailand aufgrund der sehr großen Energieabhängigkeit auch weil dort die Inflationsrate höher ausfallen wird, weil einfach die Länder nicht die Möglichkeit haben, zu drosseln.
00:14:39: Bei Thailand kommt noch dazu, dass das Land sehr stark vom Tourismus abhängig ist und gerade im Moment der Tourismus ja auch sehr stark unter der aktuellen Situation leidet.
00:14:50: Bei Singapur haben wir auch noch einen etwas stärkeren Abschlag gemacht weil das land ja so eine internationale Handelsdrehscheibe ist und natürlich jetzt der Welthandel auch unter der aktuellen Situation doch stärker leidet.
00:15:04: ne langsame Gang hat anstreben wird.
00:15:09: Dann haben wir aber auch andere Länder wie China zum Beispiel, wir haben ja eben schon darüber gesprochen, wie gut China sich da eigentlich aufgestellt hat.
00:15:17: Ich meine das leidet natürlich auch, aber nicht so stark wie andere Länder und wir sind für China auch relativ vorsichtig mit der Prognose von vornherein gewesen.
00:15:26: Aber dann machen wir keine Abstriche und Malaysia und Indonesien da auch nur ganz geringe Abstricher aufgrund ihrer eigenen Rohstoffvorkommen Ja, Inflation angehoben natürlich auch stärker als im Durchschnitt bei den anderen Ländern.
00:15:41: Aber wir hatten ja Japan und Korea schon mit dem Preisteckel angesprochen.
00:15:44: also da wird die Inflations nicht so stark ansteigen.
00:15:48: Besonders starke Anstieg erwarten wir für die Philippinen.
00:15:51: Da haben wir auch noch ein Abwertungsproblem weil die Philippien einen Leistungsbilanzdefizit haben als eins der wenigen Länder in der Region Und da ist der Druck auf die Währung halt besonders groß.
00:16:03: das macht natürlich importierte Energie nochmal teurer.
00:16:07: Wir sehen auch auf den Philippinen, haben wir schon den ersten Zinsschritt der Notenbank gesehen.
00:16:12: Singapur ist die Geldpolitik auch ganz leicht gestraft worden und die Notenbanken sind wie bei uns aber in den asiatischen Ländern noch einmal mehr.
00:16:23: In Alarmbereitschaft kann man.
00:16:28: Das sind unsere Prognosen.
00:16:30: Ich würde aber gerne zusammenfassen für die Region sagen, diese Region ist ein Powerhouse und auch nach den Abstrichen sind die Wachstumsraten zum großen Teil immer noch sehr hoch.
00:16:42: Das können wir uns hier nur wünschen.
00:16:44: Aber man muss ganz klar sagen, das ist eine sehr risikoreiche Situation die jetzt im Moment besteht und je länger sie anhält vor allen Dingen je länger diese mehr Enge da am persischen Golf komplett gesperrt bleibt, desto größer sind die Risiken wirklich für die Länder und dass wir dann auch nochmal größere Abstriche an der Konjunkturpognose vornehmen müssten.
00:17:06: Ein tolles Schlusswort vielen Dank!
00:17:09: Sehr gerne.
00:17:10: Es ist ein komplexes Thema und für alle, die das noch einmal in aller Ruhe nachlesen wollen im Detail.
00:17:16: Du hast am XXI.
00:17:17: April eine Studie mit dem Namen Asien leidet besonders unter den Folgen des Irankriegs veröffentlicht.
00:17:23: da sind alle Daten und Fakten was du hier gerade auch so beschrieben hattest mit drin.
00:17:29: Ganz herzlichen Dank nochmal dass du da bist.
00:17:31: Ja sehr gerne!
00:17:32: Ihnen liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer vielen dank für ihr Interesse.
00:17:36: Und bis zum nächsten Mal bei einem DZ-Research Podcast.
00:17:41: Ihnen hat dieser Podcast vom siebenundzwanzigsten April zweitausendzechsundzwantzig gefallen, dann freuen wir uns über ein Abo und Ihre Weiterempfehlung!
00:17:49: Unsere rechtlichen Hinweise finden Sie in den Shownotes.
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