Märkte im Bann von Geopolitik und Inflation: Aktien zeigen sich resilient – Anleiherenditen steigen
Shownotes
Die Märkte senden derzeit ungewöhnliche Signale: Die geopolitischen Risiken haben spürbar zugenommen, die Ölpreise schwanken stark, die Renditen steigen und trotzdem notieren viele Aktienmärkte in der Nähe ihrer Höchststände. Gleichzeitig bleibt die Flucht in klassische Sicherheitsanlagen bislang überschaubar. Wie passt das alles zusammen? Darüber sprechen wir heute mit Sören Hettler, Leiter Anlagestrategie und Privatkunden.
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00:00:04:
00:00:16: Die Märkte sind in der Zeit ungewöhnliche Signale.
00:00:19: Die geopolitischen Risiken haben spürbar zugenommen, die Ölpreise schwanken stark, die Renditen steigen und trotzdem notieren viele Aktienmärkte in der Nähe ihrer Höchststände.
00:00:28: Gleichzeitig bleibt die Flucht im klassische Sicherheitsanlagen bislang überschaubar.
00:00:33: Wie passt das alles zusammen?
00:00:34: Darüber sprechen wir heute mit Sören Hetler Leiter Anlagestrategie und Privatkunden.
00:00:39: Mein Name ist Oliver Finger, ich bin Analyst im selben Team.
00:00:43: Grüß dich, Sirren!
00:00:44: Ein schönes
00:00:46: Guten Tag.
00:00:46: Das erste Thema, was man ansprechen will, ist nahe Osten, Lage im Nahen Osten.
00:00:51: Die Schlagzeilen der letzten Tage waren ja da relativ widersprüchlich.
00:00:55: Auf der einen Seite haben wir Signale Richtung Diplomatie auf der anderen deutliche Drogen aus Washington.
00:01:01: Wie ist jetzt aus Deiner Sicht die Lage aktuell einzuschätzen?
00:01:04: Und worauf achten die Märkte besonders?
00:01:08: Die Lage ist ja im Prinzip schon seit längerem, ich nenn's mal angespannt.
00:01:12: Natürlich die Militärschläge, die wir da am Anfang gesehen haben sowohl aus Tehran als auch von Seiten der USA und Israel sind so nicht mehr zu sehen.
00:01:21: Es ist ein Prinzip eine angespannte Hängepartie würde ich sagen.
00:01:24: auf der einen Seite immer wieder die Hoffnung dass man sich in den mittleren Osten insgesamt dann wieder aufwärmen Annähert und dass man wirklich auch ein langfristiges Abkommen in Richtung Frieden hinbekommt.
00:01:36: Und dann immer wieder Drohungen von beiden Seiten.
00:01:39: Letzten Tage ist der Jump aufgefallen mit, wenn man keinen Deal bekommt wird man richtig hart zuschlagen.
00:01:44: auf der anderen Seite T-Ran droht zurück.
00:01:46: Wenn man das tun sollte Dann wird man sich natürlich entsprechend wehren.
00:01:49: so Das ist die Situation und das schwankt eben Mal etwas stärker in die eine Richtung mal etwas stärkern die andere Richtung.
00:01:55: Ich glaube vor einer Woche ungefähr da hieß es naja Man ist quasi kurz vor dem Durchbruch.
00:01:58: das war das was an den Märkten gespielt wurde.
00:02:00: Aktuell würde ich mal sagen, geht das Pendel oder zumindest letzten Tage ging es für den anderen Richtung.
00:02:05: Und gerade hängen wir irgendwo dazwischen also extrem unübersichtlich.
00:02:08: insgesamt würde ich behaupten mir fehlt immer noch so die klare Perspektive worauf man sich denn einigen könnte.
00:02:15: Wir haben auf der einen Seite die USA die ganz klar sagen Der Iran darf keine Atombombe bekommen.
00:02:21: Das ist sicherlich auch keine ganz blöde Idee und deswegen hat man das Ganze auch angefangen und deswegen müsste auch das angereicherte Uran abgegeben werden, wohin auch immer auf jeden Fall raus aus dem Iran.
00:02:31: Und auf der anderen Seite haben wir T-Jerran die gerade angesichts der Bedrohungslage, die wir letzten Wochen oder Monaten hatten wahrscheinlich ein noch größeres Interesse haben zumindest die Hardliner dort dass man an der Atommacht wird.
00:02:44: Das ist eine Situation wo ich persönlich und ich glaube vielen anderen geht es genauso an den Märkten eben nicht sehen wo dann ein gemeinsamer Pfad ist.
00:02:52: Nichtsdestotrotz kann man nicht von der Hand weisen, dass der Druck auf beide Seiten extrem groß ist mit der Blockade der Straße von Hormuz.
00:02:59: Da mag es immer wieder mal Schiffe geben die durchkommen aber insgesamt funktioniert sie für beide Seiten.
00:03:04: weder schaffen es die Länder um Saudi Arabien und die OPEC ihre Produktion und ihre Lieferungen dadurch zu bringen, noch schafft es die iranische Seite.
00:03:15: Und insofern bei Teheran ist es quasi ein Geldproblem irgendwann.
00:03:20: Haupteinnahmequelle sind nun mal die Ölexporte.
00:03:23: Auf der anderen Seite haben wir einen Trump, der durchaus auch Druck aus der eigenen Bevölkerung, aus der eigene Partei bekommt, das haben wir letzten Tagen auch gesehen – bei Abstimmungen im Senat.
00:03:31: Insofern hier auch die höheren Preise, die man natürlich auch an den USA sieht.
00:03:35: Das sind Punkte, die natürlich auch dann Druck auf den US-Präsidentinnen
00:03:37: ausüben.
00:03:38: Also, wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe auch die Finanzmärkte haben sie eigentlich noch nicht entschieden in welche Richtung es geht.
00:03:44: Deeskalation, Eskalation.
00:03:45: Ich hab so den Handdruck... Die Finanzmärke entscheidet sich jede Woche oder jeden Tag muss man fast sagen neun mal an die eine oder andere
00:03:50: Richtung.
00:03:50: Müssen Sie wohl ja!
00:03:52: Ölpreis hast du schon genannt Sören?
00:03:54: Der hat ja zuletzt kräftig geschwankt.
00:03:56: Wenn wir jetzt mal nach vorne schauen.
00:03:58: welches Szenarien sehen wir denn für den Ölmarkt Von der Entspannung hin zu einer stärkeren Eskalation oder umgedreht.
00:04:09: Was ist unser Szenario?
00:04:11: Ich würde sagen, die letzten Wochen haben ganz klar gezeigt wenn die Eskalationsgespielte in den Finanzmärkten dann haben wir Ölpreise im Bereich von Hundertzwanzig US Dollar im Brand Barrel Und wenn Deeskalation gespielt wird, dann geht es aber auch relativ zügig unter hundert Dollar.
00:04:25: Zum Teil sogar in die Richtung von neunzig US-Dollar und ich glaube das ist auch genau das was wir den nächsten Wochen sehen werden.
00:04:30: Je nachdem wo das Pendel hin schwingt in die eine oder andere Richtung eher in Richtung Hundertzehn, Hundertzwanzig Dollar bei der Eskalation und eher so Neunzig bis Hundert Dollar, wenn Deoskalation im Vordergrund steht.
00:04:40: Wenn wir dazwischen hängen, dann als irgendwas zwischen Hundert, Hunderzehn muss man ehrlich sagen.
00:04:44: Wie's weitergeht?
00:04:45: Wir unterstellen das zumindest auf Sicht von drei Monaten Ein gewisses Abkommen da ist, sodass die Straße von Hormuz zumindest teilweise wieder befahrbar ist für entsprechende Exporte und das würde dann bedeuten dass wir eben gerade so diese Region um neunzig Dollar auch nachhaltig erreichen sollten.
00:05:01: Dann wenn man sieht okay das funktioniert wirklich auch andere Länder sind in die Presse gesprungen mittlerweile also Ausfohren aus anderen Ländern beispielsweise auch aus den USA im Energiebereich sind deutlich angestiegen.
00:05:13: Ich würde es mal so umschreiben, die Welt ist deutlich lexibler als man sie hier manchmal zutraute.
00:05:17: Insofern sind dann langfristig auch wieder tendenziell niedrigere Rohölpreise oder insgesamt auch Rohstoffpreise möglich.
00:05:24: Ich sage mal auf Sicht von zwölf Monaten haben wir eine Prognose von Siebzig US Dollar.
00:05:27: das zeigt einerseits Es ist schwieriger geworden ja es mag auch angespannt bleiben So dass wir nicht auf den Niveaus vor dem Krieg zurückgehen aber eben deutlich niedriger wenn da wirklich Ruhe ankommt.
00:05:37: Also tanken bleibt bis auf weiteres
00:05:39: teuer wird tendenziell langfristig etwas günstiger, aber wir haben uns das auch sehr genau angeguckt.
00:05:45: Auf der einen Seite höhere Preise sind relativ schnell drin.
00:05:48: Niedrigere Preise dauern eher so zwei drei Wochen.
00:05:50: also das ist so die
00:05:52: Rocket & Federer.
00:05:53: So ist es die Reaktionsfunktion, die wir da
00:05:55: unterstellen.
00:05:56: Okay, dann wechseln wir mal die Asset-Klasse.
00:05:58: kommen wir zu den Anleihen.
00:06:00: was steckt denn dahinter dem Ausfallkauf?
00:06:02: Also Viele Anleger schauen ja auf die geopolitischen Risiken, gleichzeitig erleben wir aber steigende Renditen und wie gesagt den angesprochenen deutlichen Ausverkauf.
00:06:13: Handelt es sich dabei um eine klassische Risikoaversion oder sehen wir vielmehr wachsende Zweifel an Inflation, an Staatsfinanzen und überhaupt der langfristigen Zinsentwicklung?
00:06:24: Ja also eine Mischung aus diversen Faktoren würde ich behaupten natürlich nicht das kurze Ende angucken also zweijährige Staatsanleihen.
00:06:30: Wir haben Zentralbanken Zumindest mal auf europäische Seite.
00:06:33: Daraufhin deuten, dass die Leitzins angehoben werden.
00:06:35: Das wirkt hier an der Stelle in den USA.
00:06:38: Da muss man davon ausgehen, dass Leitzin Senkungen trotz neuem Notenbankchef von Trumps Gnadenländisch jetzt mal auf jeden Fall nächsten Monaten kein Thema sein sollten.
00:06:47: also auch das hat dazu geführt, dass wir gerade in den zweijährigen dort nach oben gegangen sind bei den Renditen.
00:06:52: und wenn wir ans lange Ende gucken da war ja gerade so Diskussion, Ausverkauf Ich tue mich ein bisschen schwer mit dem Begriff, also ja wir haben da einen deutlichen Anstieg gesehen bei den zehnjährigen Renditen.
00:07:01: Wenn aus Verkauf, wenn ich so die letzten Jahre Revue passieren lasse dann würde ich behaupten kann schon noch ein bisschen mehr passieren.
00:07:07: Also das ist vielleicht auch von der Wahrnehmung ein bisschen überzogen gewesen.
00:07:10: Nichtsdestotrotz habe ich den Eindruck dass die Inflationserwartungen deutlich angestiegen sind liegt sicherlich an der Situation wie sie im Nahen Osten ist.
00:07:19: Also es sickert eben auch nach und nach an den Anleihermärkten durch bis auf weiteres eine Lösung extrem schwierig ist.
00:07:25: Das ist ein Punkt, der hier in der Rolle spielt.
00:07:28: Hinzu kommt das natürlich die Staaten Geld ausgeben oder relativ viel Geld ausgegeben schon geplant bevor der Iran-Krieg überhaupt losgegangen ist.
00:07:37: In Richtung mehr Verteidigung wenn ich an Europa denke, Infrastrukturprogramm wenn ich in Deutschland denke, in den USA das One Big Beautiful Rill auch das kostet Geld und der Iran Krieg kostet auch nochmal Geld.
00:07:47: Ja das ist eine Situation wo dann natürlich mehr Anleihen an den Markt kommen auch im längerfristigen Bereich Und das muss irgendwo ein Investor finden und auch der möchte mehr Rendite sehen.
00:07:57: Dann kommt noch hinzu, dass so ein struktureller Wandel stattfindet, wenn ich gerade die Staatsnachfrage von institutionellen Investoren oder von Zentralbanken denke.
00:08:08: Die haben in den letzten Jahrzehnten sehr viel US-Staatsanleihen beispielsweise gekauft.
00:08:13: Hier hat man gerade in Schwellenländern eine Entwicklung hin, sodass man sich eher in Richtung Gold als unabhängiges Investmentwickel orientiert Und von den Staatsanleihen zwar nicht komplett abrückt, aber zumindest mal diese Nachfragesteigerung mit zunehmender Währungsreserve so einfach nicht mehr da ist.
00:08:29: Natürlich auch gerade im mittleren Osten waren auch Länder dabei die relativ viel Staatsanleihe gekauft haben, denen fehlen momentan natürlich auch die Einnahmen und ob die auch perspektivisch so zurückkehren werden einen US-Staatsanleihmarkt kann man natürlich auch ein kleines Fragezeichen dahinter machen weil deren Idee war ja eigentlich sie werden von den USA unter anderem auch beschützt in der Region.
00:08:50: Und gerade so mit den Erfahrungen der letzten Wochen ist die Frage, ob diese Perspektive oder diese Wahrnehmung weiterhin so da ist.
00:08:56: Oder ob sie vielleicht auch in anderen Märkten orientieren.
00:08:59: Aber für Kevin Walsh bleibt es schwierig, ne?
00:09:01: Die Wünsche von Herrn Trump zu erfüllen...
00:09:04: Ich würde sagen, für jede Zentralbank ist es also schwierig.
00:09:07: Es ist nicht einfach mit steigenden Inflationsrate und schwächelndem Wirtschaftsfaktum oder zumindest nicht ganz so robusten Wirtschafts-Faktum wie erwartet unterwegs zu sein.
00:09:15: Das ist für jeden Zentralbanken eine ganz schwierige Situation.
00:09:17: Was machst du da?
00:09:18: Einerseits Reputationsverteidigen und gegen Inflationeraten steigendem Preisdruck vorgehen auf der anderen Seite auch die Wirtschaft nicht zu stark belasten.
00:09:27: Für Kevin Walsch hat den Vorteil dass man auf einem bremsenden Niveau unterwegs ist mit dem Leitzins in den USA.
00:09:32: Er muss zumindest mal nicht erhöhen.
00:09:34: Das wird er wahrscheinlich auch sehr schwierig in Weißenhaus dann gerade als erste Maßnahme dann verkaufen können.
00:09:40: Nichtsdestotrotz, ja, er würde wahrscheinlich gerne so um die Aussagen der letzten Monate auch nimmt eine deutlich lockere Geldpolitik machen.
00:09:48: das könnte natürlich dann die Reputation eher gefährden.
00:09:50: also ein leichten Start hat er sicherlich auch nicht.
00:09:52: Absolut.
00:09:54: Aktien!
00:09:56: Kommt mal zu den guten Themen.
00:10:01: Eigentlich wird man jetzt erwarten, dass die steigenden Ölpreise und diese ganzen geopolitischen Risiken und die höheren Anleihrediten die Aktienmärkte belasten.
00:10:10: Aber trotzdem zeigen sich die Börsen ja irgendwie erstaunlich robust?
00:10:14: Wieso ist denn das?
00:10:16: Die Aktien-Märkte haben durchaus am Anfang des Konflikts im mittleren Osten sehr stark reagiert, haben deutlich einen Bußen hingenommen.
00:10:22: Das hat sich bei diversen Aktienindizes auch Dachs und Eurostocks zumindest teilweise erledigt ist ja zumindest mal wieder deutlich über vierundzwanzigtausend Punkten, wenn man den mal nimmt.
00:10:32: Und vor allem in den USA haben wir neue Rekordstände
00:10:34: gesehen.".
00:10:35: Einerseits ist es, glaube ich wirklich so dass an Aktienmärkten
00:10:38: auch
00:10:38: diese Reaktion normales ja erst bricht sein und dann erholt sich aber relativ zügig weil man eben auch sagt okay man guckt über diesen kurzen Horizont auch hinaus.
00:10:45: das ist sicherlich ein Punkt der hier relevant ist.
00:10:48: Man errechnet nicht damit dass die Zentralbank wirklich massiv mit höheren Leitzins gegensteuern müssen.
00:10:52: das ist natürlich auch einen Punkt.
00:10:54: Und wenn man die Weltwirtschaft anguckt Ja die wächst nicht ganz so dynamisch wie man das erhofft hatte.
00:10:59: Wir haben es aber auch.
00:10:59: kein rezessives Szenario, das ist einfach ein bisschen weniger Wachstum.
00:11:02: Aber durchaus in den meisten Regionen der Welt noch einigermaßen okay.
00:11:05: Das ist ein wesentlicher Punkt.
00:11:07: und der zweite ganz große Punkt des Systems Künstler Intelligenz werden Anfang des Jahres Situationen wo im Prinzip sowohl diejenigen die künstliche Intelligenz herstellen und vertreiben unter Druck geraten sind, als auch diejenigen, die tatsächlich damit arbeiten könnten.
00:11:23: Also Software-Service ist ein Thema, da hieß es dann auch okay, sie werden wahrscheinlich disruptiert.
00:11:27: in sofern hat alles verloren sowohl die am Anfang der Naukskette als auch Diamende.
00:11:31: Und das hat sich jetzt gewandelt.
00:11:33: ich glaube es gab sogar die These dass die KI Aktien oder alles was damit zu tun hängt die neunzigeren Häfen sein.
00:11:40: Ich glaube, das ist sicherlich auch übertrieben weder die Panikmache am Anfang des Jahres noch dieses völlig übertriebene Positive.
00:11:48: Aber ganz klar festzuhalten ist
00:11:49: es einfach
00:11:50: ein Bereich an den Aktienmärkten der sehr stark unterwegs ist.
00:11:53: Das hat auch die Berichtssaison in USA wieder gezeigt.
00:11:55: In der überwiegende Mehrzahl waren die Zahlen sehr gut, die vorgelegt wurden von dem beteiligten Unternehmen und vor allem man hat auch gesehen dass man in diesem Bereich wirklich Geld verdienen kann.
00:12:04: Das sind einfach wesentliche Punkte, dieser positive Bayes, diese positive Sichtweise für diesen Bereich wieder zurückgekommen
00:12:11: ist.
00:12:12: Ich glaube so viele Wachstumsmärkte oder Wachsungsbereiche haben wir nicht und Künstlerintelligenz ist etwas dem man zutraut wirklich perspektivisch auch nachhaltigen Einfluss auf die Weltwirtschaft zu nehmen.
00:12:23: Insofern ist es sinnvoll hier auch wirklich bei den Unternehmen dabei zu bleiben dass diese langfristige Perspektive da sind.
00:12:29: mittlere Ostens war sicherlich momentan ärgerlich und höheren Lieten sind auch nicht hilfreich aber diesen Horizont erstmal durchzublicken.
00:12:37: Und wichtig ist auch noch, es haben nicht nur die Hyperscaler also diese großen Unternehmen um Google Amazon und Co deutlich zulegen können in den letzten Tagen und Wochen, sondern wir haben wirklich gesehen dass das in die Breite geht.
00:12:49: Also auch die ganzen Zulieferer, die für die Infrastruktur ständig sind Energieunternehmen, haben eben nicht nur vom mittleren Osten profitiert, sondern auch von der Tatsache, dass man natürlich für diesen Themenbereich künstliche Intelligenz sehr viel Strom, sehr viel Energie braucht.
00:13:01: also man sieht wirklich es geht in die breite und das ist glaube ich auch ein Punkt dem wir Anfang des Jahres so unterstellt haben und er ist tatsächlich in den Letzten Wochen auch ganz klar gezeigt hat vor allem natürlich in den USA weil immer noch ein Thema ist, was vor allem eben für den US-Markt relevantes.
00:13:16: andere Märkte weltweit profitieren mittlerweile auch davon.
00:13:19: Ja in Europa und Deutschland gibt es einzelne die auch davon profitieren aber die Breite des Marktes sind natürlich anders aufgestellt als das in USA
00:13:25: der Fall ist.
00:13:27: Stichwort sichere Hafen ist schon gefallen, kommen wir mal zu Gold.
00:13:32: normalerweise profitiert er gold und andere klassische Sicherheitsanlagen von geopolitischen Krisen.
00:13:38: diesmal bis gefühl wirkt gold irgendwie vergleichsweise zurückhaltend.
00:13:44: Ist das wegen diesem eklatanten Kursanstieg?
00:13:46: Der letzten Jahre kann man ja schon sagen, aber Monate auch... Aber wie passt es zusammen?
00:13:52: Echt immer so viele sichere Häfen haben wir jetzt halt auch nicht mehr beim Dollar.
00:13:55: Da lag auch ein bisschen ab.
00:13:56: Der hat zwar profitiert, weil die USA halt netto Öl oder Energie-Exporteur sind mittlerweile.
00:14:01: Das hat sicherlich das Ganze auch gestützt.
00:14:03: Aber in den US-Staatsanlagen Flüchten, wenn ich mit ihren Gieten angucke ist offenbar auch nicht unbedingt aufwug.
00:14:09: Gold Teilweise gelitten, muss man sagen.
00:14:13: Ja wir sind bei viertausend fünfhundert Dollar aktuell.
00:14:15: also das ist jetzt nichts wo ich sagen würde es ist durch die Decke geschossen definitiv.
00:14:19: aber Es sind vor allem die Zins
00:14:22: Belastungen
00:14:22: hier für das gold in der Rolle spielen.
00:14:24: Also auch Gold ist zu einem gewissen geraten Zins Investment und wenn die Renditen steigen dann werden eben festverzinsliche Wertpapiere attraktiver Und Gold weil sie keine Rendite oder keine Kupen oder ähnliches abwirft leidet darunter.
00:14:36: Ich glaube dass aktuell der wesentliche Punkt, man macht sich Sorgen die Inflationsrate steigt.
00:14:40: Die Leitzinsen steigen, Nährenditen steigen was diesen sicheren Hafenaspekt bei Gold überkompensiert.
00:14:46: das dürfte sich natürlich dann perspektivisch wenn wir unterstellen der Mittelosten bleibt angespannt aber es zumindest nicht mehr diese Gefahr der großen Eskalation vorhanden dürft sich dann wieder etwas umkehren so dass wieder dieser Effekt diese strukturellen Faktoren die am goldmarkt vor die große Rolle gespielt haben nämlich vor allem Nachfrage von Zentralbanken geopolitische Risiken und dadurch auch Nachfrage von institutionellen Kunden, von Privatkunden die kommen wieder in den Vordergrund.
00:15:12: Also diese Zentralbanknachfrage war so ein wesentlicher Faktor und das dürfte wenn ich jetzt gerade so die Blockbildung weltweit mir angucke das Auftreten der USA andere Länder versuchen in die Führungsrolle zu kommen.
00:15:24: Wenn ich das mal anguckel dann glaube ich dass Gold auch perspektivisch weiter ein sehr attraktives Investment für diverse Handlagergruppen
00:15:31: ist.
00:15:33: Eine knackige Antwort möchte ich noch zum Schluss von dir sehen.
00:15:36: Wenn man jetzt mal alle Entwicklungen zusammennimmt, na Ost, Ölpreis, Anleihe aus Verkauf, robuste Aktienmärkte eher schwaches Gold... In einem Satz welches Signalsende der Markt derzeit eigentlich?
00:15:48: Ist er zu sorglos oder pessimistisch?
00:15:51: Ich glaube wieder noch.
00:15:52: also der Markt ist nicht ein Satz.
00:15:54: sorry aber es versucht kurz zu halten.
00:15:57: Ich glaube, der Markt ist in einem sehr unsicheren Umfeld unterwegs.
00:16:00: Das ist jetzt auch keine neue Erfahrung hat man in den letzten Jahren schon mehrfach.
00:16:03: Es dauert einfach eine Weile bis man zum einen wieder festere Rahmenbedingungen hat an dem man sich klar orientieren kann und zum anderen aber auch Darf man an der Stelle nicht vergessen, die Welt ist flexibel.
00:16:14: Man ist durchaus in der Lage auch mit einem schwierigen Umfeld zurechtzukommen.
00:16:18: Geopolitische Risiken hatten wir in den letzten Jahren genug.
00:16:20: Die haben das Ganze nicht komplett ins Wanken gebracht.
00:16:24: Wir haben immer noch einen Ukraine-Krieg, der an den Finanzmärkten auch nicht die große Rolle spielt.
00:16:29: Wenn ein Prozess oder so eine Situation lang genug anhalt wirklich damit umzugehen und weil wir davon ausgehen, dass sich das perspektivisch irgendeiner Weise zumindest mal in eine angespannte, aber beruhigte Situation überführt.
00:16:43: Das ist so die Perspektive also es ist weder sorglos noch übertrieben negativ.
00:16:48: Es ist einfach eine unsichere Situation und mit der müssen die Märkte
00:16:52: umgehen.
00:16:53: Prima das waren spannende Einblicke.
00:16:55: Søren vielen Dank dafür.
00:16:57: und liebe Zuhörerinnen und Zuhörer vielen dank fürs reinschalten und bis zum nächsten Mal!
00:17:02: Ihnen hat der Podcast vom Dann freuen wir uns über ein Abo und Ihre weitere Empfehlung.
00:17:10: Die rechtlichen Hinweise finden Sie wie immer in unseren Shownotes!
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