Zentralbanken unter Druck: (Wie stark) Müssen Warsh, Lagarde & Co. reagieren?
Shownotes
In den letzten Tagen haben zahlreiche Zentralbanken getagt. Bis auf die Bank of Japan (mit einer Zinserhöhung um 25 Bp. auf ein Prozent, den höchsten Stand seit 1995) haben die meisten Notenbanken aber die Füße still gehalten, darunter auch die Fed. Auf der ersten Sitzung unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh gab es jedoch einige Neuerungen, auch mit Blick auf den Kommunikationsstil. Die vom Markt erwarteten Zinserhöhungen seitens der Fed sind aus unserer Sicht aber übertrieben. Gleiches gilt für die EZB, die bereits in der Vorwoche die Zinszügel angezogen hatte. Eine weiter Zinserhöhung im September erscheint realistisch, bevor 2027 bereit wieder Zinssenkungsschritte erfolgen dürfte. Mehr dazu in unserem Podcast mit Christian Reicherter und Christian Lenk.
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00:00:04: Willkommen zum DZ-Research Podcast.
00:00:07: Aktuelle Kapitalmarktentwicklungen Woche für Woche auf den Punkt gebracht.
00:00:16: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des DZ Research Podcasts!
00:00:20: Mein Name ist Christian Lenk, ich bin Leiter Research, Division und Geldpolitik und habe heute einen schrägstrich fast zwei Gäste bei mir im Studio eingastst.
00:00:31: Ist Christian Reicheter, Zinsadalöst und unser EZB-Watcher?
00:00:35: Hallo Christian!
00:00:38: oder der andere Gast, das bin ich selbst meine Wenigkeit.
00:00:41: Denn ja heute nicht nur um die Rolle als Moderator sozusagen dieses Podcast da sondern auch ich beschäftige mich in meiner Arbeit sehr viel mit dem Thema Zentralbanken allen voran der US-amerikanischen Zentralbank Fett.
00:00:56: aber heute ist der neunzehnte Juni zwutausend sechsundzwanzig und hinter uns liegt eine Woche die ja voll von Zentral Bank Entscheidungen war.
00:01:06: Wir hatten da einen Voran, die Bank of Japan.
00:01:09: Die hatte eine Leitzinserhöhung um twenty-fünf Basispunkte durchgeführt.
00:01:14: Da liegen wir im Land der aufgehenden Zone inzwischen bei einem Leitzsins von einem Prozent.
00:01:19: Das ist der höchste Stand seit nineteenhundert fünfundneunzig.
00:01:22: Wir hatten die Reserve Bank of Australia und wir hatten die Bank England.
00:01:27: Wir haben Skandinavische Zentralbanken aber auch die Schweizer Notenbank hat über ihre Geldpolitik beraten.
00:01:34: alle diese Zentralbank sind zu dem Schluss gekommen, dass zumindest auf dieser Sitzung keine Erhöhungen der Leitzenszügel oder keine Strafung der Leitsinz-Zügel notwendig wäre.
00:01:45: Aber alle stehen sie natürlich unter einem gewissen Druck.
00:01:49: die Auswirkungen des Irankrieges setzen sich weiterhin fort bleiben weiterhin spürbar.
00:01:56: die inflationsraten sind weltweit mehr oder weniger stark auf deutlich erhöhtem niveau und das setzt ja die geldpolitik zu einem gewissen maß unter druck.
00:02:08: jetzt wo wir diesen deal haben Wollen wir hoffen, dass er möglichst lange anhält und tatsächlich zu einer Öffnung der Straße wo man muss führt macht die Arbeit natürlich auch nicht einfacher.
00:02:19: Wir haben also sozusagen den Inflationsgeist erst mal aus der Flasche gedrückt wurde.
00:02:25: Jetzt stellt sich allerdings die Frage kommt mit den anstehenden Lieferungen aus dem nahen und mittleren Osten?
00:02:33: Kommt der Trupp dann auf die Inflation wieder zurück.
00:02:36: Oder ist es vielleicht sogar so, dass der Druck sich nochmal eine Zeit lang fortsetzt?
00:02:41: Weil bis diese ganzen Lieferkettenstörungen... Behoben sind, bis die Tanker tatsächlich erst mal durchfahren und am Ende des Tages natürlich auch ihre Zieldestinationen erreichen.
00:02:51: Ein Öltanker oder ein großes Kago-Schiff das ist ja kein Flugzeug der innerhalb von wenigen Stunden von Punkt A zu Punkt B auf dem Globus fliegen kann sondern durchaus mehrere Wochen unterwegs ist.
00:03:03: Das heißt bis dann das Öl irgendwo im fernen Osten eintrifft dort dann in Raffinerien weiterverarbeitet werden kann und damit irgendwann mal wieder in die weltweiten Produktionsströme sich eingliedert.
00:03:16: Das dauert natürlich eine gewisse Zeit, dementsprechend auch wohl ja trotz der Öffnung der Straße von Hormuz, die sich anbahnt kein gleich laufender sofortiger Rückgang des Inflations- Drucks zu erwarten.
00:03:31: Das heißt, das macht die Geldpolitik momentan sicherlich nicht einfacher.
00:03:37: Wir wollen uns mal trotz der Vielfalt an Themen, die wir hier haben und der Vielfall von Währungsräumen, die bei uns im Team ja auch analysieren auf die zwei größten und wahrscheinlich mit wichtigsten Zentralbanken für unsere Universum fokussieren.
00:03:55: die Federal Reserve Bank und die EZB.
00:03:57: Die EZ B war ja in der vergangenen Woche zusammengekommen, was hat die E ZB denn eigentlich gemacht?
00:04:07: Wie du schon ausgeführt hast, hat sie auf das reagiert was im Endeffekt im mittleren Osten ja passiert ist.
00:04:12: Also diesen Energiepreisschock der dann auch zu einem durchaus beachtlichen Anstieg der Inflationsrate im Euroraum geführt hat und darauf hat sie sozusagen jetzt reagiert und hat den Leitzins, also den Einlagesatz um.
00:04:35: Wenn man sich sozusagen die Äußerungen der ECB-Währungshüter zuletzt anschaut, dann muss es auch nicht zwingendermaßen der letzte Zinserhöhungsschritt gewesen sein.
00:04:47: Es ist durchaus möglich dass da noch was in der Pipeline ist und die Notenbank schaut sich in dem Zusammenhang logischerweise an wie sich die Inflation im Euroraum perspektivisch entwickeln wird.
00:05:01: Und Christian hat das ja schon so ein bisschen angerissen, die Ininflation ist zuletzt jetzt halt insbesondere dadurch gestiegen durch diesen Energiepreisschock der dann sehr unmittelbar an den Tankstellen seine Wirkung gezeigt hat.
00:05:15: aber sozusagen diese höheren Energiepreise wirken auch auf andere Teile des Warenkorbes durch, unter anderem in Form von höherer Nahrungsmittelpreisen.
00:05:29: Es ist zu befürchten, dass auf diesen Energiepreisschock dieses Nachwirkung und Durchwirkungen auf andere Teile des Warenkorbes zunächst noch anhält.
00:05:43: Wie gesagt die EZB hat diese Entwicklung im Blick oder zeigt sich grundsätzlich handlungsbereit, noch ein weiteres Mal an der Zinsschraube zu drehen.
00:05:53: Ist das Bezir-Inflation?
00:05:56: Gegeh mich, wenn ich falsch lege, liegt bei zwei Prozent.
00:05:58: Das wissen wir natürlich.
00:06:00: Aber wo stehen wir denn im Moment?
00:06:03: Wir müssen
00:06:05: in dem
00:06:06: Bereich um drei Prozent sein, also Gesamtinflationsrate und wie gesagt haben wir schon eine gewisse Zielverfehlungen.
00:06:17: Und was halt jetzt zuletzt interessant war, dass die Kerninflationsrate auch ein Stück weit angestiegen ist, sodass sozusagen diese Überwälzungen tatsächlich erst mal in Anführungszeichen sichtbar wurden.
00:06:29: und die EZB guckt ja in der Zukunft, also sie ist prinzipiell drin interessiert wie könnte es mit diesen Überwältungen weitergehen?
00:06:39: verschiedene Sachen auf die man gucken kann.
00:06:41: Unter anderem Umfragen unter Unternehmen, also wie die Unternehmen, die sozusagen ... Wie Sie davon ausgehen, wie sie ihre Verkaufspreis zukünftig gestalten können.
00:06:54: Und da gibt es unter anderem eine Umfrage sozusagen ESEE nennt der sich European Sentiment Indicator von der Europäischen Kommission und das sind diese Verkaufspreiserwartungen der Unternehmen zuletzt angestiegen.
00:07:08: also prinzipiell kann man sagen die Unternehmen möchten gerne diese höheren Energie kosten mit denen sie konfrontiert sind gerne auf die Verbraucher überwälzen.
00:07:19: Ob das gelingt, ok ist eine ganz andere Frage.
00:07:21: Aber prinzipiell deutet es darauf hin da könnte also noch inflationsmäßig was in der Pipeline sein?
00:07:28: Das heißt also ich hatte ja auch eingangs erwähnt dieser Inflationsgeist oder man kann es auch als Inflation Sketchup sehen, dass er aus der Flasche gedrückt wird, weil der ist dann meistens schwierig wieder rein zu bekommen.
00:07:42: Das klingt jetzt eher mal im Basis-Szenario zumindest danach, dass wir erwarten, dass die Inflasion nicht sofort wieder zurück gehen wird, beziehungsweise dass die ECB wahrscheinlich auch vielleicht noch ein weiteres Mal oder vielleicht weitere Male zu Zinserhöhungen gezwungen sein wird.
00:07:57: Man könnte es in der Fall sein.
00:07:59: Ich glaube die nächste Sitzung ist Ende Juli schon wieder?
00:08:02: Das ist korrekt.
00:08:03: aber bleiben wir erst nochmal kurz.
00:08:04: wie könnte sich die Inflationen in den kommenden Quartalen weiterentwickeln?
00:08:10: Die ECB selber hat im Zuge der Junieratssitzung neue Projektionen veröffentlicht also praktisch Wovon seitens der EZB-Stabsmitarbeiter ein oder verschiedene Szenarien entwickelt werden, wie sich die Konjunktur und die Inflation im Euroraum in den kommenden Quartalen bzw.
00:08:30: Jahren entwickeln könnte?
00:08:32: Und dem aktuellen Basis-Szenario zufolge ist davon auszugehen dass die Ininflation im Euroraum jetzt mit Blick auf das dritte und vierte Quartal noch etwas höher zieht also drei Prozent, das ist jetzt nicht mehr Superdramatisch, aber es ist eine weitere Entfernung vom Inflationsziel.
00:08:48: Und
00:08:49: dann mit Blick auf das kommende Jahr sich danach und nach wieder der ZW-Prozentmarke annähert.
00:08:57: Wie durfte unsere Ansicht nach die EZB dieses Szenario reagieren.
00:09:03: Wir gehen prinzipiell davon aus, dass die EZB noch einmal an der Zinsschraube drehen durfte – also das nochmal – um wie gesagt diesen nochmaligen Inflationsschub-Rechnung zu tragen.
00:09:20: Und die Frage, wann könnte dieser Zinsschritt erfolgen?
00:09:24: Christendurchs recht ja im Juli ist eine weitere reguläre Zinssitzung der EZB vorgesehen.
00:09:31: Wir gehen aber nicht davon aus dass jetzt bereits zu diesem Termin einen Zinserhöhungsschritt er folgt sondern das die EZ B sich zunächst einmal in die Sommerpause verabschiedet und dann im September ein weiteres Mal an der Zins-Schraube dreht.
00:09:48: Hintergrund da wir davon ausgehen, dass es jetzt kein unfassender Zinserhöhungszyklus ist wird ich eher dafür sprechen das sozusagen diese Zins-Erhöhungsschritte etwas... auseinandergezogen worden und wie gesagt dann im September dieser zweite Erhöhungsschritt, dann Erfolg nach dem jetzt schon gemachten im Juni.
00:10:10: Und was auch für diesen Termin spricht meiner Ansicht nach ist, im September sind denn auch wieder neue Projektionen zur Veröffentlichung vorgesehen und damit könnte man sozusagen diesen Zinsschritt dann auch nochmal untermauern.
00:10:24: Ist es eher eine Außenseite Meinung oder sieht der Markt
00:10:28: das ähnlich?
00:10:30: Okay, so zu sagen wenn man auf die Markterwartung guckt sind die logischerweise in Bewegungen.
00:10:37: Zuletzt hat sich sozusagen die Marktmeinung unserer Meinung angenähert.
00:10:41: also die Mehrheit oder nicht die Mehrheiten ist die Formulation.
00:10:45: aber aktuell wird von den Finanzmarktakteuren auch dieser Septembertermin favorisiert.
00:10:52: zur Wahrheit gehört aber auch hinzu dass mit Blick Richtung Jahresende der Die Fans mag Akteure dazu neigen, noch etwas mehr einzupreisen.
00:11:02: Es ist aber kein vollständiger weiterer dritter Erhöhungsschritt.
00:11:07: Ja das ein interessantes Thema um da so bisschen die Überleitung über den großen Teilchen zu bekommen was was die Erwartungen am Markt angeht denn auch in den USA bei der FET tut sich ja relativ viel zuletzt.
00:11:21: Bleiben wir bei den Markterwartungen, wir hatten am Mittwoch die Sitzung des FROMC gehabt und im Nachgang dieser Sitzungen hat der Markt ein deutlich horkerisches Bild gezeichnet das heißt horkisch eine restriktivere Geldpolitik die erwartet wird.
00:11:37: inzwischen glauben die Fed FunFutures zum Beispiel die Akteure diese handeln an eine Zinserhöhung bereits im Oktober.
00:11:48: Das ist ein ganz anderes Bild im Vergleich zu von vor wenigen Monaten, da hatten wir noch Zinssenkungen seitens der Fed eingepreist und das hat sich jetzt deutlich gewandelt.
00:12:01: Die Frage ist so ein bisschen ja, woran liegt das?
00:12:04: Wir haben natürlich jetzt einen neuen Vorsitzenden.
00:12:06: Kevin Worsch hat am Mittwoch seine erste Sitzung geleitet.
00:12:12: Das war auf jeden Fall eine deutliche Umschwung.
00:12:15: Das hat man gemerkt im Kommunikationsstil ganz anders als seine letzten Vorgänger wesentlich knapper, das Kommunikier, also das FOMC-Statement ist wesentlich kürzer ausgefallen.
00:12:27: Das hatte Warscher bereits im Vorfeld angekündigt.
00:12:31: auch die Forward Guidance
00:12:32: d.h.,
00:12:34: der Ausblick den die Fed liefert wie es denn mit den Zinsen und dem Leitzinsfahrt weitergehen soll Das wurde deutlich zurückgefahren, das heißt der Markt bleibt also zum gewissen Grade sich selbst überlassen.
00:12:47: Kann natürlich auch über Perspektive zu einer gewissen höheren Volatilität führen und Wash hat auch angekündigt verschiedene Arbeitsgruppen gründen zu wollen die dann bis Jahresende erste Ergebnisse liefern sollen.
00:13:01: es geht ja unter anderem um das Thema Kommunikation Welche Daten nutzt die Fett bzw welche Modelle um Prognosen zu erstellen, aber auch um das wichtige Thema der Bilanz.
00:13:14: Denn Worsch möchte eine schlankere Fett fahren, eine niedrigerer.
00:13:20: Bilanz zu mehr gestalten und das wird sicherlich ein spannendes Thema.
00:13:24: Aber ich komme mal zurück auf den Kernpunkt, nämlich die Leitzinspolitik.
00:13:28: Wir haben die sogenannten Dotplots,
00:13:30: d.h.,
00:13:30: die FOMC-Mitglieder geben eine Übersicht ab über verschiedene geldpolitische Parameter, sei es Wachstum oder Inflation aber auch natürlich die Leitzinsen, die sie zum Jahresende und in den Folgejahren erwarten.
00:13:43: Da hat man natürlich Eine deutliche Änderung gesehen.
00:13:46: Im März waren wir noch im Prinzip bei den Dotplots in dem Szenario ohne die Ereignisse im mittleren Osten, da wurde dann die Zinssenkung seitens der Dotplot zum Jahresende erwartet.
00:13:58: das hat sich jetzt gewandelt und darauf hat sich der Markt in den letzten Tagen massiv eingeschossen.
00:14:03: Das muss man klar sagen.
00:14:04: Im Medien erwarten die FOMC Mitglieder aktuell zum Jahresender XXVI eine Zinserhöhung bestenfalls eine, wobei man das Ganze auch ein bisschen in Perspektive rücken muss.
00:14:19: Zum einen hat Kevin Warsh und da ist er sich wirklich treu geblieben bei diesen Dot Plots gar nicht mehr teilgenommen.
00:14:24: Er hat gesagt der hält davon wenig und wird dazu keine Stimme abgeben.
00:14:28: Das heißt wäre Warsh's Stimme bei diesen Prognosen bei den Dot Plotts dabei gewesen?
00:14:36: Ich würde mal davon ausgehen, er hätte wahrscheinlich für einen unveränderten Leitz insplitiert weil auch dass ja seiner Vorwurf geil entsprechen würde.
00:14:42: heißt Das aktuelle Niveau ist das Wahrscheinlichste, was man zum Jahresende sehen wird.
00:14:47: Dann wäre der Median also die Zahl auf die man am letzten Ende guckt mit Blick auf die Leitzinsen in den USA unverändert geblieben zumindest im Vergleich zum aktuellen Niveaux.
00:14:59: Ja es ist natürlich weniger schlagzeilen trächtig als ja die Tatsache dass der Medien in den aktuellen Plotplots tatsächlich eine Zinserhöhung zum Jahresenden eingepreist hat.
00:15:11: Das ist wirklich ein wichtiger Punkt, den man hier nochmal herausstellen muss.
00:15:15: Und die andere Frage ist in den USA haben wir ein Dualismandat.
00:15:18: Christian, wir haben viel über das Thema Inflation gesprochen.
00:15:20: auch das ist natürlich in den Ja, ein ganz wichtiges Thema und wenn wir auf die Verbraucherpreis-Inflationen sehen dann haben wir teilweise Werte von über vier Prozent waren es in den USA gesehen.
00:15:33: Also da nochmal ein Schippchen mehr als in der Eurozone.
00:15:37: aber durch das duale Mandat blickt man den USA auch sehr stark auf den US Arbeitsmarktbericht oder generell auf den Arbeitsmarkt.
00:15:44: Und die Arbeitsmark berichtet zuletzt die sogenannten Non Farm Payrolls, die hatten einen relativ starken relativ starkes Bild gezeichnet.
00:15:52: Das war im Mai in Stellenzuwachs von über einhundertsebzig tausend und damit hat sich so ein bisschen am Markt das Bild eingependelt, ja die Schwäche Phase, der letzten ja fast zwei Jahre im US-Arbeitsmarkt ist so ein bisschen ausgeglichen und vielleicht geht es jetzt hier mal stramm in Richtung vier Prozent was die Arbeitslosenquote angeht.
00:16:12: Aber wenn man diese sich mal anguckt dann legen wir da eigentlich relativ stabil bei vier Komma drei Prozent.
00:16:16: das heißt auch dass noch nicht wirklich echtes Überhitzungs Niveau, was wir da erreicht haben und unsere Volkswirte haben sich jüngste auch mal Details angeguckt.
00:16:27: Was verschiedene andere US-Arbeitsmarktmetriken angeht, die man vielleicht nicht immer an erster Stelle sich anschaut – das war die Einstellungsneigung gerade bei kleineren Unternehmen.
00:16:39: Das waren auch verschiedene Subindizes der ISM-Indexfamilie.
00:16:43: Und sie haben durchaus auch gezeigt dass ja die US-Unternehmen gar stark neu einstellen und so großen Arbeitskräfte Bedarf haben, wie es die letzten Non-Farm Payrolls Zahlen gezeichnet haben.
00:16:57: Das heißt aus unserer Sicht ist da im Arbeitsmarkt momentan keine wirkliche Überhitzung zu erwarten womit dann auch das Potential für eine deutlich hockischere Fett aus unserer Sicht nicht gegeben ist.
00:17:10: um das ganze so ein bisschen abzuschließen ich hatte eingangs erwähnt der Markt erwartet momentan Heute stand Mitte Juni eine erste Zinserhöhung seitens der FED bereits im Oktober.
00:17:20: Vielleicht sogar eine weitere dann zum Jahreswechsel.
00:17:24: aus unserer Sicht ist das momentan weiterhin sehr, sehr unwahrscheinlich und wir glauben dass wenn dann dieser Inflationsbuckel, sprich der Basis Effekt dann im Lauf des nächsten Jahres ja sich spürbar macht erst an die FED tatsächlich auch die Zinsen sinken könnte.
00:17:42: Und das ist ja, glaube ich, unser View den wir mit Blick auf die EZB haben.
00:17:47: Genau!
00:17:47: Das ist korrekt.
00:17:49: in der jetzt neu veröffentlichten Zinsprognose haben wir erstmals im zwölf Monatshorizont eine Zinssenkung der ICP mit reingenommen.
00:17:59: Vor dem Hintergrund, dass wir davon ausgehen sozusagen der Konflikt im mittleren Osten ja beigelegt wird und dementsprechend dann auch die Energiepreise wieder deutlich nach unten tendieren durften.
00:18:11: Und das dann perspektivisch dann auch zur Entlastung bei der Inflations führt, sodass wir wie gesagt mit Blick auf den Ein-Jahres-Horizont auch wieder eine Zinssenkung der EZB um fünfundzwanzig Basispunkte auf dann zwei fünfund zwanzig dann praktisch mit reingenommen
00:18:29: haben.
00:18:30: Ja da sieht man Zumindest unserer Ansicht nach, dass auch an den Finanzmärkten mit Blick auf Inflation und Leitzinsen vielleicht nicht alles so heiß gegessen wird wie es denn gekocht wird.
00:18:42: Christian, vielen Dank für den Besuch im Studio!
00:18:45: Auch Ihnen liebe Zuhörerinnen und Zuhöre besten Dank für Ihr Interesse und bis zum nächsten Mal bei einer neuen Folge des DZ Research Podcasts.
00:18:55: Ihnen hat dieser Podcast vom neunzehnten Juni, zwei tausend sechsundzwanzig gefallen.
00:18:59: Dann freuen wir uns über ein Abo und Ihre Weiterempfehlung!
00:19:04: Unsere rechtlichen Hinweise finden Sie wie immer in den Shownotes.
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