Wegweiser für Brüssels Politik-Präferenzen - Reform des EU-Emissionshandels

Shownotes

Europas Klimapolitik steht vor einer Weichenstellung: Das EU-Emissionshandelssystem (EU ETS) – Brüssels zentrales Instrument auf diesem Feld – wird derzeit grundlegend überarbeitet und die entsprechenden Reformvorschläge will die EU-Kommission Mitte Juli vorstellen. Tobias Gruber und Torsten Hähn werfen in diesem Podcast einen genauen Blick auf das aktuelle EU ETS und ordnen die anstehenden Veränderungen ein.

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00:00:04: Europas Klimapolitik steht vor einer Weichenstellung.

00:00:22: Das zentrale Instrument auf diesem Feld, das EU-Emissionshandelssystem wird derzeit grundlegend überarbeitet und die entsprechenden Reformvorschläge will die EU Kommission bis Mitte Juli vorstellen.

00:00:38: Tobias Gruber und Thorsten Hähn werfen deshalb heute einen genaueren Blick auf das aktuelle

00:00:46: EU-Emissionshandelssystem.

00:00:49: Und ordnen die anstehenden Veränderungen ein.

00:00:53: Mein Name ist Jakomaj, ich bin Kabatbund-Analyst.

00:00:57: Hallo Thorsten!

00:00:58: Hallo Jörg!

00:00:59: Hallo Tobias!

00:01:01: Schön dass ihr da seid.

00:01:02: Heute geht es um das europäische Emissionshandel-System.

00:01:08: Was ist denn spannend gerade in diesem Thema, warum unterhalten wir uns ausgerechnet jetzt darüber?

00:01:13: Ja, warum wir es ausgeht.

00:01:15: Jetzt drüber unterhalten das sagt der Tobias gleich.

00:01:18: aber was spannend daran ist dass das würde ich noch mal gerne ausführen denn Vielleicht ist das ja untergegangen oder wahrscheinlich so untergegen die wichtigkeit dieses themas in der Geopolitischen Nachrichtenstrudel Der letzten Jahre die wir da so hatten.

00:01:35: Tatsächlich Aber so, dass der Europäische Emissionshandel das Emissions-Handelsystem EU ETS.

00:01:45: Das ist das maßgebliche Instrument in der Klimapolitik der EU und es ist das Herzstück um die Brüsseler Klimaziele nämlich Klimaneutralität bis zum Jahr zwanzig fünfzig zu erreichen.

00:01:57: Also Änderungen bei diesem System, die geben Aufschluss über die Prioritäten europäischer Politik und senden darüber hinaus soweit würde ich gehen Signale für den Klimaschutz weltweit.

00:02:07: Und jetzt kann man sagen, ja das ist Nachhaltigkeit.

00:02:11: Aber es hat natürlich auch eine wirtschaftliche Komponente im Rahmen des EU-ETS – European Trading System ETS also wird über einen Kostenpunkt entschieden und zwar mit dem Preis für den Ausschuss von CO².

00:02:25: Das ist halt ein Faktor für Wettbewerb, für Wachstum und für Bonität.

00:02:30: Mit anderen Worten kann Europas Industrie die steigenden Kosten im globalen Rennen wegstecken?

00:02:37: Fühlt es zu technischer Innovation, die Wachstum beschleunigt oder wird Wachstem eher gebremst und ins Ausland verlagert?

00:02:44: Und nicht zuletzt welcher meiner Kreditnehmer kann mit den steigenden Kosten am besten umgehen.

00:02:49: Und wer könnte hingegen Probleme bekommen?

00:02:53: Zuletzt dann die Anmerkung dass auch der private Verbraucher auf die Entscheidungen achten sollte denn in der Emissionshandel könnte die Kosten für Mobilität und Wärme also das was uns alle anbelangt deutlich beeinflussen.

00:03:05: Da war was bei der Mitnehmenskostenabrechnung.

00:03:07: Da habe ich auch mal ECO-Zweih irgendwas gesehen, aber sorry, ich wollte Tobias hier nicht vorwärts kreifen.

00:03:12: Alles gut!

00:03:13: Dann kann ich abschließend noch einmal das Warum gerade jetzt beantworten?

00:03:17: Weil die EU-Kommission das Emissionshandelssystem aktuell überarbeitet und plant, die entsprechenden Reformvorschläge eben im kommende Monat vorzustellen und etwas, was angesichts der skizzierten Bedeutung von allen betroffenen Parteien

00:03:30: mit Spannung

00:03:31: erwartet werden wird.

00:03:34: Vielleicht wäre es ganz gut, weil ich muss ehrlicherweise sagen.

00:03:37: Ich beschäftige mich da nicht so jeden Tag damit vielleicht noch mal ein paar Grundlagen für was für euch vielleicht grundlagen sind nochmal kurz anklingen zu lassen oder nochmal kurz einzuerordnen.

00:03:48: Ja gerne also das EU-Missiones Handelssystem wie Torsten Ratschung gesagt hat die EU ETS.

00:03:53: kurz wurde zwei tausend fünf zur Umsetzung des internationalen Klimaschutzabkommens von Kyoto eingeführt und Das System basiert einfach auf einem einfachen Prinzip sprich der Ausstoß von CO² muss mit Zertifikaten ausgeglichen, also bezahlt werden.

00:04:10: Was bedeutet das jetzt genau?

00:04:11: Also Marktteilnehmer die unter das Emissionshandelssystem fallen müssen für den Ausstoßen von Treibhausgasemissionen entsprechende Zertifikate kaufen und für jede Tonne die imitiert wird brauchen die Markteilnehmer ein Zertikat und gehandelt werden diese entweder untereinander oder eben auf bestimmten Börsen wo sich auch der Preis bildet.

00:04:33: Für die Anzahl der Zertifikate, die im jeweiligen Jahr auf dem Markt gebracht werden dürfen wird eine Obergrenze festgelegt und um die Zertifikade zu verknappen singt diese Obergranze von Jahr zu Jahr.

00:04:45: Und somit gibt sich eben ein CO-Preis, der tendenziell steigt.

00:04:49: das wiederum ist natürlich mit Blick auf die Lenkungsfunktion des Preises eben auch gewünscht und beabsichtigt und für die Unternehmen entsteht somit eben Oder entstehen finanzielle Anreize, auch das natürlich beabsichtigt.

00:05:03: Um Anstrengung zur Senkung ihrer Emissionen zu unternehmen?

00:05:07: Alles klar.

00:05:07: Eine Ergänzung noch, Jörg.

00:05:09: Die Wischoblinsektoren, das sollten wir vielleicht noch sagen ... Also die Branchen, die von dem System erfasst werden, sind prinzipiell Strom- und Wärmeerzeugungen sowie energieintensive Branchen wie Stahlindustrie, Erdwellerfinerien, Zement- und Blastproduktion oder der Luftverkehr und der Seeverkehr in Europa.

00:05:28: Wie ich die Kollegen in Brüssel kenne, haben sie bestimmt auch einen Zeitplan oder gibt es da auch bestimmt eine zeitliche ... Ja, du hast ja schon gesagt, das ist im Jahr zwei Tausend Fünfzig Klimaziele und so.

00:05:39: Läuft das denn alles im zeitlichen Rahmen wie sich die EU das vorstellt?

00:05:46: Also ich würde sagen... Nein!

00:05:50: Im Zuge dieser aktuellen Entwicklung ist es natürlich auch so, dass auch da Sachen wieder verschoben werden.

00:05:56: Also zum Beispiel wollte man eigentlich ab im Jahr zwanzig noch ein separates eigenständiges Emissionshandelssystem für Emissionen und Straßenverkehr in Gebäude anführen oder einführen Und dieser Start wurde jetzt Ende zweit aus dem fünfundzwanzig zum Beispiel nochmal verschoben und sozusagen auf den ersten Januar, achtundzwanziger verschoben.

00:06:18: Also etwas weiter nach hinten.

00:06:19: insofern alles komplett nach Zeitplan läuft da natürlich nicht weil natürlich auch die politischen Entwicklungen dann entsprechende Rollen spielen und es dann mal

00:06:27: zu solchen Verzögerungen kommen kann.

00:06:32: Wo du schon das Stichwort politisch hier eingeworfen hast gibt's da auch eine politische Komponente für das für den CO-Zweibreis?

00:06:40: Weil Du hast ja den Wirkungsmechanismus dargelegt und je höher der Preis ist, desto höher der Anreiz was zu

00:06:46: tun.

00:06:47: Ja gibt's da auch eine politische Komponente sozusagen?

00:06:51: Absolut würde ich sagen es gibt politische komponenten also das hier nicht nur Angebot und Nachfrage die sagen wir im freien Spiel des Marktes unterliegen denn politischer Rahmenbedingungen spielen insofern als dass das Angebot an Zertifikaten durch die Institutionen mitbestimmt wird.

00:07:14: Also CAP und Zertifikatmenge sind das Ergebnis politischer Entscheidungen, die sich wiederum aus den eben schon genannten Klimazielen ableiten.

00:07:24: Und verschärfte Klimaziele führen zu Verknappung und damit zu steigenden Preisen.

00:07:29: Und wie gesagt diese Ziels sind politisch gesetzt.

00:07:33: So dass letzten Endes auch die Glaubwürdigkeit der Politik ein entscheidender Faktor sein kann.

00:07:38: im Hinblick darauf Wie mag Teilnehmer die zukünftige Knappheit einschätzen wird es noch ergänzen.

00:07:45: Ich würde sagen also grundsätzlich ist das natürlich so dass der CO-Preis von zahlreichen Faktoren beeinflusst wird, die in einem komplexen Zusammenspiel das ganze sozusagen dann beeinflussen.

00:07:58: und Klar, Torsten hat gesagt, Angebot und Nachfrage ist natürlich nicht das Wichtigste.

00:08:03: Aber es ist ein grundlegender Mechanismus.

00:08:05: also die CO-Preise werden einfach erst mal durch die Menge der Markt verfügbar an Zertifikate oder Emissionsgutschriften sowie durch den Nachfragen nach diesen Zertifikaten bestimmt.

00:08:14: klar aber wie gesagt neben der politischen Komponente spielen auch die wirtschaftliche Entwicklung Energiepreise oder auch der Ausbau erneuerbare Energien eine wichtige Rolle

00:08:24: und beeinflussen

00:08:25: den CO-Preis in In gleicher Maßen.

00:08:30: Ihr hattet eine Studie

00:08:31: zu diesem Thema geschrieben und darin hatte ich gelesen, dass das System jetzt ... Das war es im Jahr zwanzig, das letzte Mal reformiert wurde.

00:08:39: Und dass man jetzt aber schon wieder über eine Reform nachdenkt.

00:08:43: Und ja... ...zwar zwanziger ist noch nicht so lange her, warum will man da jetzt schon wieder ran?

00:08:48: Ja, mein Defekt!

00:08:49: Die kurze Antwort ist erstmal die Reform- und Überprüfung des bestehenden Emissionshandelssystems erfolgt

00:08:55: in regelmäßigen Zyklen.

00:08:58: Die

00:08:58: steht in diesem Jahr eben wieder auf der Agenda.

00:09:01: Ein bisschen weiter würde ich dann doch schon ganz gerne ausholen, denn aktuell und natürlich auch schon im vergangenen

00:09:07: Jahr

00:09:07: stand das Thema Nachhaltigkeit nicht gerade unter einem guten Stern.

00:09:11: Das haben wir vorhin auch schon mal gesagt.

00:09:12: aus den USA weht unter Präsident Trump ein spürbarer Gegenwind für ESG-Themen und die strahlt angesichts der wirtschaftlichen Verflechtung nach Europa aus und geht ein Herr mit politischem Druck die europäische Regulierung in Bezug auf ESG Themen zu vereinfachen.

00:09:28: Vor diesem Hintergrund ist ja auch beispielsweise das von der EU-Kommission vorgeschlagenen Omnibuspaket zur Lockerung verschiedener Nachhaltigkeitsregulierungen zu nennen.

00:09:39: Und ob schon diese Überprüfung des Emissionshandelssystems jetzt turnusgemäß erfolgt, ergeht es dem europäischen Handelssystem da nicht viel anders?

00:09:49: Auch hier wird in den anhaltenden Debatten im Hinblick auf die Ausgestaltung der Ruf nach Entlastungen v.a.

00:09:56: lauter Und insofern wird es sicherlich spannend sein, welche Vorschläge die EU-Kommission dieser Gemängelage dann im kommenden Monat machen wird.

00:10:07: Das wäre auch schon meine nächste Frage – was genau soll denn in diesem Zusammenhang reformiert werden?

00:10:13: Also diese Diskussion umfassen wesentliche Aspekte wie zum Beispiel den linearen Reduktionsfaktor, die Berücksichtigung zusätzlicher Sektoren oder auch die Zukunft kostenlose Emissionszertifikate.

00:10:25: und ein Vorschlag wurde auch schon gemacht zur Marktstabilitätsreserve.

00:10:29: Ja der liegt bereits auf dem Tisch, denn er hat die EU-Kommission Anfang

00:10:32: April vorgelegt.

00:10:35: Ein paar Begriffe waren jetzt dabei.

00:10:38: ich jetzt so schnell nicht, wie gesagt ich beschäftige dich jetzt nicht jeden Tag damit.

00:10:44: Könntest du von den Fachvokabeln die du gerade verwenden, dass das vielleicht noch die eine oder andere mal ganz kurz erläutern?

00:10:50: Ja ich fange mal an.

00:10:53: Es tut uns leid.

00:10:55: Man schämt sich einfach dafür.

00:10:57: es sind so viele Fachbegriffe die wir hier den Zuhören zumuten aber es ist ein Teil dieses Konstruks.

00:11:03: Aber ich fang mal mit dem Begriff linearer Reduktionsfaktor.

00:11:08: Also wie wir eben schon gehört haben, gibt es eine Obergrenze für die verfügbare Menge an Emissionszertifikaten.

00:11:14: Um die Zertifikate dann zu verknappen sinkt diese Obergrenzen von Jahr zu Jahr.

00:11:19: und in welchem Ausmaß diese Senkung geschieht das wird durch diesen linearen Reduktionsfaktor bestimmt.

00:11:25: Aktuell beträgt der Faktor Das ist quasi das Tempo der Faktenackpunkt.

00:11:31: Und im Zuge der anstehenden Reformen könnte dieser Faktor und damit auch der Reduktionsfahrt angepasst werden.

00:11:41: Sicher ist es nicht, aber vermutlich so dass diese Geschwindigkeit von der ich sprach etwas gedrosselt wird.

00:11:49: Ein Begriff den ich bei euch in der Studie glaube ich auch gelesen habe, der ist mir doch durch den Kopf gegangen, das heißt Markt-Stabilisierungsreserve da... Das klingt auch irgendwie schön.

00:11:59: Was heißt das denn?

00:12:01: Auch ein sehr schöner Begriff, auch aus diesem Bereich gehört auch zu den Sachen die man sicherlich gerne mal erklären darf also... Die Marktschabilitätsreserve ist ein Instrument mit dem seit zwei tausend neunzehn die Gesamtmenge der im Umlauf befindlichen Zertifikate am Emissionsmarkt geregelt wird.

00:12:17: Das heißt einfach wenn zu viele Zertifikaten im Umlauch sind werden diese vom Markt genommen und in die Reserve überführt.

00:12:24: Und andersherum herrscht Knappheit während Zertifikate eben aus dieser Reserve wieder freigegeben.

00:12:30: Und seit Jahrzehnteinzwanzig gilt zudem, wenn die Zertifikate in der Reserve eine bestimmte Obergrenze überschreiten werden diese gelöscht.

00:12:40: Das hat man im Jahrzehnzehnt zwanzig gemacht um das ganze System noch ein bisschen streng gänter zu machen.

00:12:44: und ja da will die EU-Kommission jetzt wieder ran dass wir sie wieder ändern und hat deswegen im April vorgeschlagen diese Löschung wieder auszusetzen und die Zertifikate als weiteren Liquiditätspuffer einfach in der Reserve zu belassen.

00:13:00: Und damit auch die Handlungsfähigkeit der Marktstabilitätsreserve wieder zu erhöhen, das ist so ein bisschen die Idee.

00:13:05: Das wurde schon vorgeschlagen.

00:13:06: da muss man jetzt gucken wie das dann weitergeht.

00:13:09: und um nochmal grundsätzlich auf die Reformen, die jetzt ansteht auf die Vorschläge die nächste Monat kommen können einzugehen.

00:13:16: Das letzte ist natürlich einfach normal dass man auch an die Verlängerung der kostenlosen Zuteilung von Zertifikaten rangeht.

00:13:22: Das heißt ja, aktuell ist es geplant, die kostenlose ZuteILUNG schrittweise bis zu einem Jahrzehnte auf Null zu reduzieren und da besteht natürlich auch Anpassungsmöglichkeiten, dass man diesen Zeitraum vielleicht verlängert und sagt okay

00:13:36: wir geben

00:13:37: den Unternehmen noch ein bisschen

00:13:38: mehr Zeit wenn sie keine kostenlosingen Zuteillungen

00:13:41: bekommen.

00:13:43: Eine Begriffsklerung hätte ich noch.

00:13:45: Und zwar die Reduktion der kostenlosen Emissionszertifikate soll durch den, das hab' ich mir extra aufgeschrieben, Grenzausgleichsmechanismus kompensiert werden.

00:13:57: Das habe ich aber nicht selber ausgedacht, dass statt auch in eurer Studie ... Aber es wäre nett, wenn ihr das vielleicht noch mal ein bisschen erläutern

00:14:05: könntet.

00:14:06: Ja, das ist meine Aufgabe.

00:14:08: Das ist jetzt der letzte technische Begriff, Ja, den werden wir etwas ausführlicher machen.

00:14:15: Aber ich fange mal einfach an mit dieser Abkürzung.

00:14:18: Grenzausgleichsmethodismus im englischen Carbon Border Adjustment Mechanism oder CBAM.

00:14:27: Das ist so jetzt.

00:14:28: CBAM ist die abkürzende Beheber hierfür verwenden für diesen Grenzausschleichs-Methodismus und der CBAM verpflichtet Unternehmen die emissionsintensive Güter in die EU einführen, Emissionszertifikate zu erwerben.

00:14:45: Und solche CO-intensiven Güter sind zum Beispiel Zementstahl, Aluminium oder Düngemittel und jedes CBRM-Zertifikat steht dabei für eine Tonne CO² equivalent welche eben diesen importierten Waren eingebettet ist.

00:15:04: Und der Preis, der Zertifikate leitet sich aus dem Preis der ETS-Zertifikatab.

00:15:10: Warum das so ist?

00:15:11: Das können wir gleich noch ausführen aber letzten Endes diesen Einsatz noch.

00:15:15: der CBRM rundet den EU-ETS ab.

00:15:19: Deswegen ist es wichtig und deswegen ist das Teil dieser Wirtschaftspolitischen Maßnahme und deswegen sollten wir vielleicht nochmal etwas ausführlicher darüber reden.

00:15:29: Ja was ist denn der Hintergrund für diese... derartige Importsteuer.

00:15:33: Letztlich gibt es das ja eine Importsteuere, wenn

00:15:35: du so willst?

00:15:36: Was ist denn da Hintergrund dafür?

00:15:38: Es is ein Importsteurer

00:15:39: ...

00:15:41: Zoll kann man vielleicht

00:15:43: sagen die Amerikaner.

00:15:44: Das können die Europäer auch.

00:15:49: Genau.

00:15:50: Vielleicht hat's schon amerikanische Begründungszüge aber am Ende gehts um den Versuch gleiche Wettbewerbsbedingungen im Hinblick zumindest offiziell zwei Kosten zu schaffen.

00:16:01: Wenn also das haben wir jetzt mehrfach gehört, wenn die Zuzahlung kostenlose Emissionszertifikate in der EU sinkt dann steigen offensichtlich die Kosten für die Produzenten innerhalb der EU.

00:16:13: Also ich bekomme diese... Ich kann die CO² nicht mehr kostenfrei ausstoßen weil die Zertifikaten weg sind.

00:16:20: Also steigen meine Kosten weil ich eine Zertifikade kaufen muss und der Kauf der CBRM-Zertifikat für in Drittländern als außerhalb der EU produzierte Güter soll zumindest auf diesem Feld für gleiche Kosten sorgen.

00:16:34: Dieses Feld ist das Feld der CO²-Kosten, die Differenz zwischen dem im Drittland eventuell gezahltem CO² Preis und den im EU ETS ermittelten CO² Preis ist also bei der Einfuhr dieser Güter zu entrichten.

00:16:54: Der Zement, der in Indien produziert wird, nehmen wir es mal andere, der Stahl innen produziert werden, soll zumindest im Hinblick auf die CO² kosten nicht teurer sein als der in der EU produziert wird.

00:17:07: Das Thema hat noch eine zweite Komponente, könnte die Industrie ja sagen naja wir sind halt geneigt die entsprechende Produktion da hin zu verlagern wo ein solcher COO-Zeitpreis eben nicht anfällt wo es also billiger ist.

00:17:20: das ist weder wettbewerbstechnisch ideal noch umweltechnische ideal und dieser Begriff der Verlagerung ist das sogenannte Carbon Leakage.

00:17:31: Auch diesem Carbon-Leakage soll halt durch das CWRM entgegengewirkt werden.

00:17:39: Das ist ja, ich sag wahrscheinlich nicht nur bei CO² so, das ist ja das Entführungszeichen dreckige Industrien in anderen Ländern außerhalb Europas verlagert werden.

00:17:48: Deswegen was meint ihr?

00:17:50: Funktioniert dieser Mechanismus den du gerade beschrieben hast?

00:17:54: Ja also da ist wirklich haben sich Akademiker schon groß die Köpfel durchs Erwochen.

00:18:01: Das läuft ja jetzt noch nicht so lange, es läuft erst seit Beginn des Jahres in der Regelphase also wo es materiell relevant wird.

00:18:10: Man muss dann nicht lange suchen und findet Studien dazu.

00:18:13: was heißt das für die EU-Industrie?

00:18:16: Was heißt es für die Länder die uns entsprechende Waren zuliefern?

00:18:20: Für beide steigen ja die Kosten.

00:18:22: Aber wer kann halt diese Kosten besser weitergeben?

00:18:24: oder wer kann seine CO²-Intensität besser reduzieren?

00:18:28: Und das sind nur zwei Fragen, welche die Antwort in der Praxis komplex machen.

00:18:33: Also, der ein oder andere habe ich gelesen und hab es ist sehr kompliziert als Antwort.

00:18:38: Das ist mit Sicherheit richtig!

00:18:39: Wer wäre ich, dass es besser wüsste?

00:18:41: Ich glaube man hat noch nicht den Stein der Weisen gefunden oder gehoben aber vielleicht kann sich wohl auch folgende Formel einigen... Der CBRM wird der EU-Industrie sicherlich kein Wettbewerbsvorteil bescheren.

00:18:57: Aber die Nachteile der höheren CO²-Kosten, die hier im Innern entstehen, werden zumindest einen Ruteil abgefedert?

00:19:05: Wir hatten vorhin ja schon einiges über Reform gehört.

00:19:09: Gibt es denn bei dem CBAM oder stehen da im Zusammenhang mit dem CBAS auch Neuerungen ins Haus?

00:19:16: Das ist akzut im Moment nicht der Fall!

00:19:19: Denn tatsächlich ist die EU hier schon Ende des letzten Jahres Tätig geworden.

00:19:23: Das musste sie ja auch, weil das ja seit Januar XXVI läuft und man ist tätig geworden im Rahmen des oft gehörten EU-Unibuspakets.

00:19:33: Und maßgeblich – und das fand ich eigentlich sehr konstruktiv wenn ich meine Meinung sagen darf – maßgibbig war die Lockerung bei den Einfuhrmengen!

00:19:45: Demnach waren diese CBRM nun erst ab einer Menge von fünfzig Tonnen pro Jahr und Importeur mit eben solchen CBRAM-Zertifikaten zu unterlegen.

00:19:54: Und nach Berechnung der EU-Kommission, die nebenbei jetzt mal für Barbara Münze fallen, mit dieser neuen Schwelle etwa neunzig Prozent der bislang berichtspflichtigen Importeure nicht mehr in den Anwendungsbereich der CBRN und gleichzeitig – das ist vielleicht umweltechnisch relevant – gleichzeitig werden rund neuneinzig Prozent CBM relevanten Gütern trotzdem weiterhin erfasst.

00:20:19: Und das ist dann schon mit einem kleineren Kunstgriff, würde ich mal sagen eine erhebliche Erleichterung speziell für kleinere Unternehmen.

00:20:28: Abschließend vielleicht noch ein kurzer Einschätzung von euch in welche Richtung es sozusagen mit den EU-ETS weitergeht?

00:20:39: Ja, dann darf ich sozusagen die abschließende Frage beantworten.

00:20:42: Also das ist sicherlich spannend, dass jetzt zu beobachten was da im kommenden Monat geschehen wird.

00:20:47: denn ja klar unter den Mitgliedsländern scheint es zum Beispiel keine Einigkeit zu geben wie so häufig eben auch bei diesem Thema.

00:20:54: also manche möchten den Status quo erhalten und manche fordern

00:20:57: wie eben auch

00:20:58: Teil der Industrie spürbare Entlastung und wir gehen davon aus dass sich in der aktuellen Lage die Stimmen durchsetzen werden die eine Lockerung des Systems befürworten.

00:21:08: bis zu welchem Gerat das dann geschieht, wird man sehen müssen.

00:21:12: Aber die Erfahrung mit dem Omnibus-Paket, dass wir jetzt heute schon öfter auch zitiert haben, dürften da richtungsweisen sein einfach in dem Sinne, dass in der aktuellen Lage eher mit Wachstum und Wettbewerb als Mitterrolle, als Klimaschutzpionier argumentiert werden.

00:21:27: wir bei diesen Verhandlungen.

00:21:28: Insofern denken wir eher, dass es da so wie's bei den Omnipustverhandlungen war, auch eher zu lockerer Entlastungen kommen

00:21:36: wird.".

00:21:38: Vielen Dank euch beiden.

00:21:39: Es war eine Freude, euch hier zu haben heute in dem Studio.

00:21:42: Vielen Dank!

00:21:43: Danke für die Einladung!

00:21:44: Bis zum nächsten Mal!

00:21:46: Ihnen liebe Zuhörerinnen und Zuhöhrer vielen dank für Ihr Interesse.

00:21:49: und bis zum nächsten mal bei einem DZ-Research Podcast.

00:21:54: Ihnen hat dieser Podcast vom XXIII.

00:21:56: Juni, twenty-sixundzwanzig gefallen.

00:21:59: dann freuen wir uns über ein Abo und Ihre Weiterempfehlung.

00:22:03: unsere rechtlichen Hinweise finden Sie in den Shownotes.

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